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Cannondale Enduro Tour 1 – Dabo

Neben einigen Rennen in Belgien und allem der Enduro One Serie hatte sich Teamfahrer Jón dieses Jahr auch vorgenommen an einigen Rennen in den Vogesen, nahe seinem Studienwohnsitz Straßburg teilzunehmen. Eines davon war das erste Rennen der Cannondale Enduro Tour in Dabo. Hier sein Bericht:

Nach einer Woche Ferien in Luxemburg fuhr ich am Samstagmorgen schon nach Straßburg, um die Fahrzeit sonntags nach Dabo so kurz wie möglich zu halten. In der Woche vor dem Rennen versuchte ich so viel Rad zu fahren wie möglich, da dies in den letzten Wochen wegen der Uni etwas zu kurz kam. Aber auf so einen Tag wie wir ihn dann in Dabo erleben sollten, konnte mach sich kaum vorbereiten.

Schon vorm Start war klar dass es ein langer und feuchter Tag werdrden würde.

Schon vorm Start war klar dass es ein langer und feuchter Tag werdrden würde.

Die ganze Nacht hatte es durchgeregnet und so gab es keine andere Option als Schlammreifen, da das Organisationsteam um Jerome Clementz schon ab Abend verlauten ließ, dass es sehr rutschig werden würde. Sehr erfreulich war aber, dass recht viele Bekannte und Freunde auch am Start waren. Jannik und Markus vom Conway WME Team und ein alter Teamkollege Jonas, den ich vorher leider noch nie persönlich kennengelernt hatte. Mit vielen netten Leuten zusammen zu fahren macht auch aus den härtesten Tagen auf dem Rad einen riesen Spaß; und was für ein harter Tag es werden sollte!

 

Durch den starken Regen der Nacht und die recht zahlreichen Fahrer, die schon vor uns gestartet waren, wurden die Transition schon zu einer echter Herausforderung. Der Schlamm machte viele Anstiege entweder ganz unfahrbar oder unnötig anstrengend. Oft war Laufen die einfachere Option, aber so wurden aus geplanten 4:30h  Gestamtzeit schnell über 6 h!

Jetzt zu den Stages:

Dass das Rennen nicht mit den Rennen in Belgien zu vergleichen sei, war mir zwar schon vorm Start klar. Aber das wurde gleich in der ersten Stage nochmal unterstrichen. Nach nur einigen Metern auf der Stage 1 kam gleich der erste Steilhang, in dem ich gleich die 2 Fahrer überholte, die teilweise auf dem Hintern den Trail runtergerutscht sind. Mit ausgeklicktem Fuß hab ich es aber recht gut durch geschafft. So ging es dann auch weiter. In den meisten Kurven wollte ich zur Sicherheit immer einen Fuß draußen haben, das führte aber oft dazu, dass ich mit beiden Füßen ausgeklickt war.

20160418_104328000_iOSDie Trails bestanden quasi nur noch aus tiefen Fahrrinnen und es dauerte bis zum Ende der Stage 2, bis ich mich daran gewöhnen konnte. Solche Konditionen, bei denen über 300 Fahrer bei Schlamm und Regen über lockere Trails pflügen, kann man einfach nicht trainieren.

Auf der dritten Stage waren etwas weniger Kurven und mehr schnelle und technische Abschnitte. Hier kam ich dann endlich in den Flow und ließ es mal ordentlich krachen. Das Gleiche galt für die Stage 4, bis ich eine Kurve verpasste und gerade aus durchs Flatterband flog und erst mal unter dem Bike landete. Es war aber alles heil geblieben. Nach einem wieder sehr anstrengenden Anstieg zur Stage 5 war dann der Tank vollkommen leer. Ich kam zwar ohne Zwischenfälle runter aber schnell war ich nicht.

Vor der Stage 6 war es dann auch trotz einer Verpflegungsstation nicht besser. Da mir einfach die Kraft fehlte, um kleine Fahrfehler zu korrigieren, stürzte ich gleich 2 mal. Dazu kamen auf der Stage dann noch 2 Pros von hinten angeflogen. Der erste überholte mich in einem recht steilen Anstieg, der zweite etwas später kurz vorm Ende der Stage, hier konnte ich mir bei ihm einige Lines abschauen und konnte mich kurz hinter ihn hängen. Es dauerte aber nicht lange bis mich dann auch die letzten Kräfte verließen und ich rollte quasi nur noch bis ins Ziel.

Endlich war es geschafft!

20160426_115723000_iOSVor dem Start hatte ich auf eine Top100 Platzierung gehofft, verwarf den Gedanken dann aber nach der Stage 5. Dass ich am Ende dann noch auf dem 136. Platz landete ging an dem Tag vollkommen in Ordnung.

Die Organisation war erste Klasse und jede der 6 Stages hat jeden Fahrer gefordert; so sollte es sein! Ein riesen Lob an die Organisatoren! Ich freu mich schon auf das nächste Rennen der Tour, an dem ich teilnehmen kann!

Da ich mich für das zweite in Mollau leider nicht anmelden konnte, werde ich mich bis September gedulden müssen. Dann werde ich es in Saint-Marie-aux-Mines nochmal versuchen. Bis dorthin hab ich 4 Monate Ferien, in denen ich mich voll auf das Biken konzentrieren kann. Dann hoffe ich es vielleicht in die Top 80 zu schaffen. Ein Resultat das ich bei einer solchen Konkurrenz nächstes Jahr noch toppen muss um EMBA Punkte sammeln zu können. Aber mit harten Willen sollte auch das zu schaffen sein und dann steht das Langzeit-Ziel einer EWS-Qualifikation auch nicht mehr viel im Weg!

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