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Das Rad am Ring 24h MTB-Rennen

Vorletztes Wochenende startete unser Teamfahrer Chris mal nicht bei einem Enduro-Rennen, sondern versuchte sich mal in einer Ausdauerdisziplin – dem Rad am Ring 24h MTB Rennen am historischen Nürburgring. Hier lest ihr wie das Ganze zustande kam:

Ein Bekannter fragte mich letzten Donnerstag, ob ich für einen erkrankten Fahrer in ihrem 4er Team einspringen könnte. Nach ein paar Stunden Bedenkzeit sagte ich zu und machte mich samstags nach der Arbeit auf den Weg zum Rad am Ring. Keine Ahnung was mich erwartet würde und ob ich das überhaupt schaffe. Direkt nach meiner Ankunft bekam ich ein kurzes Briefing von den Jungs zur Strecke, die mit 8,8 km und ca. 180 Hm zwar kurz schient, es aber doch in sich hatte, denn man fuhr sie ja im Renntempo mehrmals nacheinander.

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Mein Start beim Rad am Ring

Also ging ich in den Wechselbereich, übernahm den Transponder und trat in die Pedale. Ich hatte das Fahrwerk meines WME nur ‚blockiert‘ und den Reifendruck erhöht, den Rest sollten meine Beine richten. Die Runde startete auf der GP-Strecke, ging dann entgegengesetzt durch die Boxengasse und dann von der Strecke über Wald- und Wiesenwege mal gerade und mal steil hinauf zur Nürburg. Von dort kam das erste Abfahrtsstück. Also Fahrwerk auf und laufen lassen. Zwar konnte ich die CC-Treter, die mich am Berg zuvor überholt hatten, wieder einholen, jedoch nur bis zum nächsten Berg.  Auf dem zweiten Abfahrtsstück schlug auch wieder mein Stündchen, nur waren die Trails leider zu wenig um wirklich etwas Zeit zu den Tretstücken gut zu machen.  Weiter ging es jetzt wieder über Schotter und Wiese bevor wir hinter der Döttinger Höhe wieder auf die Strecke abbogen und mit den Rennradlern hoch zur Start/Ziel-Geraden fuhren. Von da ging es wieder zur Wechselzone hinter der Boxengasse.

Runde 1

In der ersten Runde konnte ich meine Kräfte noch nicht richtig einteilen, wodurch ich dort die schnellste Runde der Truppe fuhr, jedoch konnte ich diese Pace nicht halten und nahm etwas Tempo raus. Nach weiteren drei Runden übergab ich dann an den Teamkollegen. Jetzt hatte ich Zeit das ganze Drumherum aufzusaugen. Es war unfassbar wie viele Leute hier waren: Rennradler, MTBler und E-Biker, Leute aus allen möglichen benachbarten Ländern.

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Die Nachtfahrt

Den nächsten Turn fuhr ich dann um kurz vor Mitternacht. Diesmal mit Lichtunterstützung, wobei auch die Strecke mit Wachskerzen und Leuchtballons von THW und Feuerwehr genial ausgeleuchtet war. Danach legte ich mich erstmal für drei Stunden aufs Feldbett in unserem großen Zelt. Die Jungs hatten echt an alles gedacht. Um vier Uhr ging es wieder los, aber so langsam wurden meine Beine müde. Diese Belastung war ich ja so nicht gewohnt. Während meiner Runden wurde es langsam hell und dieser klare Sonnenaufgang trieb mich nochmal an. Allerdings stürzte ich in meiner letzten Runde dieses Turns leicht, aber bis auf ein aufgerissenes Knie war nichts passiert.

Morning Glory

Morgens früh fuhr ich dann meinen letzten Turn und um kurz vor 12:00 Uhr kamen meine Kollegen dann zum letzten Mal über die Ziellinie. Am Schluss hatten wir vier mit 49 Runden den 36. Platz erreicht und freuten uns mit tausenden anderen Startern dabei gewesen zu sein. Nach dem Abbau ging es dann zurück nach Hause.

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Fazit: Das Rad am Ring war ein voller Erfolg

Rad am Ring 16_12Im Nachhinein kann ich sagen: Danke, dass ihr mich gefragt habt! Es war mir eine Ehre! Eine klasse Truppe, die mich super eingewiesen und aufgenommen hat und einfach ein geiles Event. Die Aussicht, als es zu Dämmern begann, hoch zur Nürburg, die Beleuchtung an und um die Strecke und die Tatsache, dass ich richtig an meine körperlichen Grenzen gekommen bin und trotzdem oder vielleicht gerade deshalb so viel Spaß hatte. Diese Eindrücke bleiben.

Und auch mein Rad sollte erwähnt werden, auch wenn es eigentlich nicht ideal für ein solches Rennen ist: Mein WME 827 von Conway hat doch top funktioniert. Zwar waren die Bergabpassagen zu kurz um einen Vorteil zu erfahren, aber mit leichten Abzügen machte auch das wahnsinnigen Spaß. Und wenn alles passt bin ich im nächsten Jahr wieder dabei, denn auch wenn Rad am Ring kein Enduro-Event ist: Radfahren verbindet und das ist was zählt.

In diesem Sinne viel Spaß auf den Trails.

Weitere Bilder gibt es H I E R

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