GlemmRide16 09

Der GlemmRide16 in Saalbach / Österreich

Der GlemmRide16 ging am vergangenen Wochenende im Österreichischen Saalbach in seine zweite Runde. Neben vielen spannenden Events wurde auch ein iXS Downhill-Rennen ausgetragen, bei dem unser Neuzugang Anna an den Start gegangen ist. Hier ist ihr Bericht:

Montagabend

Die Waschmaschine läuft mal wieder mit den ganzen verstaubten Klamotten. Helm und Neckbrace liegen noch der Badewanne um auch irgendwann dran zu kommen mit der Dreck-Weg-Aktion. Der Sonnenbrand ist so langsam nicht mehr ganz so schlimm. Das Grinsen im Gesicht bleibt.

Aber von vorne

Am Wochenende war das GlemmRide16 angesagt. Ein großes, vielseitiges Bike-Festival, das für jeden von uns Bike-Verrückten ganz viel Spaß versprechen konnte. Unter anderem war dort auch ein iXS- Downhill-Rennen ausgeschrieben. Nicht lang gezögert, eingeschrieben, wo es uns ja in dieser Saison einfach um Erfahrungen sammeln und Spaß geht. Leider musste „Best-Bike-Buddy“-Tessa arbeiten und konnte nicht mit. Also hab ich meinen umgebauten Fiat-Ducato-Camper – mein zweites Zuhause – mit allem Nötigen beladen, was inzwischen zu einer rechten Routine geworden ist. Mein Downhill-Dog Lynn darf dabei nie fehlen. Freitags nach der Arbeit ab hinters Steuer und auf nach Saalbach.

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Die Fahrt war dann schon irgendwie lang. Ich bin gegen 2:30 Uhr nachts auf das GlemmRide16-Gelände gerollt, nachdem ich mir sicher 10-mal überlegt hatte, dass ich nicht mehr fahren und lieber unterwegs pennen sollte. Irgendwie hatte ich mir auch noch ‚ne dicke Erkältung eingefangen, die jetzt endlich voll zuschlagen konnte. Egal. Wir sind ja hier nicht beim Fußball – ich lass mal das „Mimimimimi“ weg. Ich war endlich da. Rauf auf den Parkplatz. Ab ins gemütliche Bett. Ich liebe es neben meinem Bike zu schlafen. Ich weiß, ich spinne damit. Hab dann voll gut geschlafen.

Freitag: Rauf aufs Bike

Erst easy Blue-Line geflowed. Und dann die Pro-Line, unsere Race-Strecke. Die war erstaunlich einfach. Eher so Freeride-Charakter. UND SIE WAR STAUBIG. Staubig? Das ist das, was wir in der Schweiz nach diesem Sommer so gar nicht mehr kennen bzw. können. Wir können nur noch Schlamm. Haha. Also Schlammreifen ab. Sommerreifen drauf. Yeah.!Endlich wieder! Lieben Dank an dieser Stelle an Arndt Zimmermann fürs Helfen. Irgendwie ist dann während der Mech-Aktion meine Hinterradbremse Schrott gegangen. Aber so richtig Schrott. Neuer Bremshebel musste her. Das dauerte dann bis abends 6:00 Uhr und somit war für mich das Training schon nach einem Test-Run auf der Race-Strecke beendet. Was cool war: Wie so oft in diesem genialen Sport habe ich wieder so viele nette Menschen kennengelernt. Fährt man allein irgendwo hin, ist man nicht lang allein. Sind dann zusammen auf den Trackwalk.

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Es ist super, wenn man von der Erfahrung von anderen profitieren kann. Was ich aber auch so langsam mitbekommen habe: Es gibt hier kaum jemanden, der so wenig Erfahrung hat wie ich. Ganz kurz kamen Gedanken wie „Was mach ich hier eigentlich?“. Aber dann war wieder klar:  „Was ich hier mach ist Spaß haben.“

Das Festival ist der Hammer. Super Bands, hammer Slopestyle-Events. Es ist unglaublich, was Leute auf unseren lieblings-Sport-Geräten hinlegen. Ganz verschiedener Style, manche fahren Rennrad, andere schauen nach der besten Tourentasche für das Bike. Die Kids probieren sich auf dem Pumptrack mit ihren Laufrädern, an der Theke ist man am Enduro-Stories raus hauen vom Tag. Ist so cool zu sehen, alle sind so verschieden, alle sind gleich verrückt mit dem Hobby. Überall leuchtende Augen und Grinsen in den Gesichtern. Morgen gleich nochmal.

Samstag

GlemmRide16 03Mit ein wenig Muffen-Sausen raus aus dem Bett. Pflicht-Training. It’s on! Ging so lala, immer etwas besser. Hab dann noch ein paar hammer-coole Mädels aus meiner Starter-Gruppe kennengelernt. Es ist sooo schön, es machen immer mehr Frauen diesen genialen Sport. Saßen oben noch vor dem Start alle zusammen und haben uns Mut zugesprochen. Yeah Ladies! Hab noch ganz viele gute Tipps bekommen von denen. Viele machen das schon lange, was für mich so neu ist und „racen“ heißt.

Dann Seeding-Run

Warum ist man aufgeregt, auch wenn’s um nix geht? Puh. War zufrieden mit dem Run, hab bis auf eine Stelle meine Lines fahren können und bin gut da runter gekommen. Im Vergleich mit den anderen Mädels natürlich keine Glanzleistung. Aber das wusste ich vorher, dass ich gegen die H-Vollgas-Racer nicht wirklich schnell fahren kann. Spaß hat‘s mega gemacht. Samstagabend dann wieder milde aber schöne Party. Früh ins Bett, versucht den Schnupfen weg zu kriegen. Hat auch halbwegs geklappt.

Sonntag = Raceday!

GlemmRide16 11Erst mal wieder easy Training rollen. Oh Schreck beim ersten Table: Was ist mit meinem Fahrwerk los??? Kompression komplett zu am Dämpfer, kickt einen hinten irgendwo hin. Hilfe! Also: Direkt vor dem Race-Run nochmal das ganze Fahrwerk umstellen, um dann nicht zu wissen, wie es sich verhalten wird im Race. Ich nehme das mal als Erfahrung mit, dass das nicht ganz optimal ist. Mach ich dann mal bei Gelegenheit mit der Fahrwerkseinstellung. Inzwischen waren es irgendwie 35°C im Schatten und die Strecke mega rutschig. Man sah nur Staubwolken oben auf dem Berg.

Also: Mädels gepackt

GlemmRide16 12Alle zusammen da hoch. Schon wieder Muffensausen wie sonst was. High five! Ab in die Start-Box. Ab da geht’s irgendwie. Ab da hat man keine Zeit mehr für Muffensausen. Einatmen- Ausatmen. 10-9-8-7-6-5- Loooooos! Kurve, Kurve, Sprung, Kurve, ratatatat, Wurzeln, Absatz, Kurve…. Yehaaa. Stauuuuub. Ruuuuutsch. Alle Lines erwischt, die ich wollte. Immer die Worte der Jungs im Kopf: „Mach die Bremse auf, wenn du auf ‘ner geraden Strecke bist! Trete, was das Zeug hält.“ Jupp. Gemacht. So viel Spaß! Das macht süchtig. Ins Ziel. Genau so schnell/langsam wie gestern. Es ist waaaarm. Puuuuh. Aber ich bin zufrieden.

Erst mal was trinken. Dann der Rest.

Für mich war nicht mehr drin, das weiß ich. Hätte mit dem Fahrkönnen, das ich jetzt habe, nicht eine Sekunde mehr raus holen können. War mal wieder der Hammer, so viele coole Leute kennengelernt, einige wieder getroffen. Gemeinsam das Hobby lieben, egal wie schnell wer ist. Trotzdem Racen lieben, sich gegenseitig pushen. Sich freuen miteinander. Mehr davon. Woran ich arbeiten will…Kurven. Und Springen üben. Ich glaub, da kann man noch viel raus holen.

Erst mal zurück nach Zürich.

Was für ein Hammer-Wochenende. Danke an alle, die Teil davon waren. Und soooo cool! Schon nächstes Wochenende bin ich mit Tessa im Training bei Alice von der Gravity-Academy, um an unserer Fahrtechnik zu feilen.

The Mountains are calling and we must go!

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