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Enduro des Hautes Vosges

Jon ging am vergangenen Wochenende an den Start des legendären Rennens in den Vogesen bei La Bresse. Über zwei Tage galt es 8 Stages ohne Training zu fahren. Lest hier wie es ihm erging:

Um nicht zu weit anreisen zu müssen übernachtete ich in meiner Studentenwohnung in Strasbourg, von dort aus waren es nur gut 1,5 Stunden nach La Bresse. Schon auf der Fahrt dorthin regnete fast ständig. Da ich eine erstaunlich hohe Startnummer bekommen hatte (325) schien es für meinen Start doch trocken zu bleiben, von oben auf jeden Fall.

DSC_0187Stage 1 war schön flowig, auch wenn sie noch komplett durchweicht und voller Schlamm war. Kein Wunder, wenn schon mehr als 300 Fahrer vor einem durchgefahren sind. Leider sprang mir die Kette vom Kettenblatt und ich musste kurz anhalten, um das Problem zu beheben, da der Trail nicht steil genug war um bis ins Ziel rollen zu können. Trotz allem konnte ich noch einige Fahrer vor mir überholen. Das sollte für den Rest des Wochenendes auch so weiter gehen.

Stage 2 war ähnlich mit einem langen, in der Kondition unfahrbaren Anstieg. Hier fiel mir auf, dass mit meiner Hinterradbremse etwas nicht stimmte. Nach dem Druckpunkt konnte ich den Hebel noch weiter drücken. Damit fuhr ich auch noch die Stage 3 zu Ende, die eine der längsten des Wochenendes sein sollte. Hier hatte ich auf einen schnellen Fahrer, der gestürzt war, aufgeschlossen und konnte den Rest der Stage hinter ihm her fahren. Wieder in Straßburg tauschte ich die Bremse aus, da ich Gott sei Dank eine zweite als Ersatz eingepackt hatte. Wieder zu Hause in Luxemburg stellte ich fest, dass sich die Olive im Bremshebel verformt hatte und so wohl etwas Bremsöl daran vorbei gedrückt werden konnte.

DSC_0179Am zweiten Tag ging es dann in den Bikepark La Bresse, in dem zwei der 5 Stages des Tages gefahren wurden. Die erste lief ganz gut. Sie fing oben auf einer blauen Piste mit Anliegern an und endete auf einer schwarzen, die sehr steil und wie zu erwarten komplette ausgefahren war. Stage 5 war wieder sehr lang. Mit zwei langen Sprintpassagen und vielen schlammbedeckten Wurzeln, auf denen es sehr schwierig war die Geschwindigkeit zu halten. Dazu kamen dann noch zwei Stürzte und die Stage war gelaufen.

Mit einigen Schrammen und blauen Flecken ging es dann Richtung Stage 6 über einen sehr langen Anstieg, bei dem es auch noch anfing in Strömen zu regnen. Hier war es sehr schwer motiviert zu bleiben. Die Stage war dann aber ganz schön, eine schön abgesteckte Strecke durch frischen Waldboden. Naja, nach 300 Fahrern ist frisch auch relativ. Alle möglichen Wurzeln und Steine, die es gab waren freigefahren und mit schlamm bedeckt, knifflig. Auch hier kam ich nicht um einen Sturz herum.

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Stage 7 war super cool, mit flowigen und schnellen Trails wie ich sie aus Luxemburg gewohnt bin, coole Sache. Aber auch hier machte ich in einer unübersichtlichen Kurve einen Abflug. Schien wohl einfach nicht mein Tag zu sein, auch wenn das Rad dieses Mal super lief! Stage 8 war dann wieder im Bikepark und man konnte zum dritten Mal vom Sessellift profitieren. Auf sehr steilen und verblockten Trails ging es Richtung Tal, hier gab ich dann noch mal alles und kam auf wundersame Weise ohne Sturz oder sonstige Problem ins Ziel.

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Als Ziel hatte ich mir einen Platz in den Top 100 der Gesamtwertung erhofft. Bei solch einer Konkurrenz und anspruchsvollen Strecken und Bedingungen wär ich damit zufrieden gewesen. Mit dem ganzen Pech, das ich über das Wochenende hatte, war mir das Resultat dann am Sonntag doch egal. Dass es dann doch noch für Platz 119 von rund 350 Startern reichte ist eine kleine Überraschung gewesen. Was hätte ohne all die Probleme sein könne? Na, egal. Es hat einen riesen Spaß gemacht und nach einem etwas enttäuschenden Ergebnis in Wipperfürth bin ich wieder motiviert, um bei den nächsten beiden Rennen in Wildschönau und Schöneck alles zu geben. Bei letzterem wird dieses Jahr die Luxemburgische Enduro Meisterschaft ausgetragen und kein anderer als Christian Helmig, mehrfacher XC und Marathon Meister und regelmäßiger Worldcup Starter aus Luxemburg, hat sich dort auch angemeldet. Das wird ein spannendes Rennen!

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