E1 Wildschönau 08

Enduro One #2 in der Wildschönau / AUT

Am vergangenen Wochenende ging die Enduro One-Serie ins zweite Rennen für diese Saison. Dafür wurden diesmal wieder, wie im letzten Jahr, die Strecken in der Wildschönau in Österreich abgesteckt. Wir waren diesmal mit Ben, Jón und Christian wieder stärker vertreten. Was die Strecken und das ganze Wochenende in den Österreicher Bergen zu bieten hatte schildert euch Chris:

E1 Wildschönau 16Am letzten Wochenende stand das von mir am weitesten entfernte Rennen der Enduro One-Serie in der Wildschönau in Österreich an. Ben und Jon reisten schon am Freitag nach Oberau, ich startete am Samstagmorgen. Nachdem ich mir in diversen Staus noch eine Unterkunft für das Wochenende organisieren konnte, nutzen meine beiden Teamkollegen die frühere Anreise für eine kurze Trainingssession und die mentale Vorbereitung auf den Prolog. Ich ließ den Prolog aufgrund meiner späten Ankunft aus. Ben fuhr sich mit einer 52,49 Sek. in den 4. Startblog, Jón mit einer 51,33 Sek. in den 3.Block. Ich startete im 16.

Stage 1

Gut ausgeschlafen ging es am Sonntag um 10:00 Uhr für mich zur ersten Stage. Hierbei legten wir direkt 600 Hm mit dem Lift zurück. Die erste Stage zeigte mir direkt einmal was mich hier im Gebirge erwarten sollte: Steil, matschig aber griffig, lang und mit schnellen Wurzelpassagen. Da ich leider meinen Vordermann ein wenig mit meinem Überholvorhaben überrascht habe, ließ er leider bei einer Rolle sein Rad schön in Szene gesetzt vor mir liegen, was mich leider ein paar Sekunden kostete. Jedoch war es beruhigend zu wissen, dass er sich nicht verletzt hatte.  Jón hatte auch einen kleinen Strauchler. Er und Ben waren dort auch direkt über eine Minute schneller als ich.

 

E1 Wildschönau 10

Stage 2

Von Endorphinen überlaufend ging es wieder mit dem Lift auf ca. 1500 m zur zweiten Stage. Diese war sehr tretlastig, genauer gesagt die längste Tretstage, die ich je fahren musste. Allerdings lief es ganz gut. Mein Training hat mich auf jeden Fall ausdauernder gemacht. Ben war eine halbe Sekunde schneller, Jón hatte ein wenig Luftprobleme und war so 4 Sek. langsamer als ich.

Stage 3 und 4

Die dritte Stage war etwas kürzer, allerdings bot diese Stage etwas, was ich noch nicht kannte: Sehr schnelle und ziemlich verwurzelte Vollgaspassagen, wo ich mich überwinden musste das Rad laufen und es unter mir arbeiten zu lassen. Hier zeigte sich auch, dass meine Hometrail-Fahrwerksabstimmmung hier nicht funktionierte. Die Vielzahl der schnellen Schläge ließ meine Arme sehr schnell ermüden. Der kurze Transfer und der direkte Start in die vierte Stage brachten meine Handkraft dann endgültig an die Grenze. Aber das waren so ziemlich die geilsten Stages, die ich je unter den Stollen hatte.

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Stage 5

Der längere Transfer zur fünften Stage mit einem Aufstieg von 500 Hm auf Asphalt bot dann wiederum eine atemberaubende Aussicht, die man Dank der Verpflegungsstation auf der Hälfte super genießen konnte. Die Stage bot dann wieder viel Wurzeln, Matsch und schnellere Abschnitte. Hier lief es bei mir nicht ganz so locker, weshalb ich ca. eine Minute langsamer als meine Luxemburger Teamkollegen war.

Stage 6

Die letzte Stage war der Prolog vom Samstag, allerdings durch den Regen sehr matschig und zerfahren.  Im oberen Teil lief es gut, das Roadgap ließ sich trotz der matschigen Verhältnisse gut anfahren. Beim zweiten Sprung spielte ich jedoch Almabtrieb und die Grasprobe kostete mich leider ein paar Sekunden, was mich auch sehr ärgerte.

E1 Wildschönau 05

Am Ende landete Ben auf Platz 32 in der E1 Pro-Wertung (49. gesamt),  Jón auf 34 ebenfalls in der E1 Pro (56. gesamt) und ich auf dem 45. Platz in der E1 Sport-Klasse (191. gesamt).

Mein Fazit

E1 Wildschönau 21Mein Fazit zu diesem Wochenende: SCHEI..E war das GEIL!! Sorry für die Wortwahl, aber das war mein persönliches Highlight. Zum ersten Mal mit dem Rad in den Bergen, traumhafte Aussichten, geniale Leute, perfekte Orga, und eine traumhafte Auswahl an Streckencharakteren. Auch wenn es mich in vielen Bereichen ans Limit gebracht hat hab ich noch nie solch ein Dauergrinsen in mir gehabt, nur mein Fahrwerk muss ich dafür noch anpassen. Mit riesiger Vorfreude auf nächstes Jahr in der wunderbaren Wildschönau, heißt es jetzt für mich erst mal vier Wochen entspannen und trainieren für den nächsten Enduro One-Lauf in Dünsberg.

Vielen Dank an alle Beteiligten rund um das Rennen, sowie alle Leute die mir mit ihren Tipps doch die eine oder andere Situation erleichtert haben.

In diesem Sinne …

#racemalwieder

 

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