BEC4 Ambleve 07

Jón beim Belgian Enduro Cup #4 in Amblève

Jón war am vergangenen Sonntag am Start beim vierten Rennen des Belgian Enduro Cup in Amblève am Start. Unter den Lokals zählt das Rennen zu den besten aus Belgien und so waren in den vergangenen Jahren auch Stars wie Martin Maes und Jerome Clementz am Start. Hier ist Jóns Bericht:

BEC4 Ambleve 05Mit sieben Stages gehört das Enduro de l’Amblève zu einem der längeren Rennen der Umgebung, dementsprechend früh war die Öffnung der Einschreibungen. Da Remouchamps nur eine Autostunde von Luxemburg entfernt ist profitierte ich also von der Möglichkeit mich schon am Samstagnachmittag einzuschreiben. Dabei durfte man dann auch die Stage 7, auch Stage „Show“ genannt, besichtigen. Mit mehreren Drops und Stufen war das auch nötig, wenn man nicht die Chicken-Line fahren wollte, aber dazu später mehr. Da ich die anderen Rennen des Cups nicht mitgefahren war bekam ich die recht hohe Startnummer 251 und erwartete mir schon so einige Überholmanöver. Diese Vorahnung sollte sich auch auf der ersten Stage auch bewahrheiten.

BEC4 Ambleve 04Nach einem langen und flachen Anfangssprit holte ich schon den ersten Fahrer ein. Danach wurde die Strecke für Belgische Verhältnisse sehr technisch und steil, hat richtig Spaß gemacht und am Ende hatte ich fünf oder sechs Fahrer überholen können. Wie immer haben die mich immer recht schnell vorbei gelassen, ganz ohne Zeitverlust war das dann aber nicht. Stage 2 war sehr steinig und unübersichtlich. Über manche großen Brocken konnte man, ohne dass man sie kannte, kaum fahren. Wenn dann noch ein langsamerer Fahrer vor einem ist, der absteigt, bleibt einem selbst auch nichts anderes übrig. Etwas genervt war ich dann auch im Ziel, nicht unbedingt wegen den anderen Fahrern sondern eher wegen der Strecke die ohne Training sehr unangenehm zu fahren war und man absolut nicht in den Rhythmus kommen konnte. Für die Zeit spielte das dann doch keine Rolle, da die Stage aus der Wertung genommen wurde.

BEC4 Ambleve 06

Stage 3 war dann der absolute Hammer! Von einem Whistler-artigen Rack Face über lockeren Waldboden mit offenen Kurven bis zu einem Zielsprung über einen Felsen war alles dabei. Aber ohne Fehler ging es hier auch nicht. Stage 4 war ähnlich nur mit einem sehr fiesen Gegenanstieg, der es auch technisch in sich hatte und schwer fahrbar war. Hier holte ich eine Gruppe von vier Fahrern ein, die den Trail hochschoben. Und da es ein schmaler Trail war, der an einem Felsen entlang führte, blieb mir nichts anderes übrig als hinter ihnen zu bleiben. Dabei ging viel Zeit verloren. Als es dann endlich wieder bergab ging versuchte ich gleich mein Glück beim Überholen, wobei ich etwas vom Trail abbekam und halb auf einen der anderen Fahrer drauf stürzte. Gott sei Dank war der Herr standfest und ließ mich, nachdem ich mich erkundigt hatte, ob bei ihm alles in Ordnung ist, auch ohne Probleme vorbei. Auf einem langen kurvigen Trail ging es dann Richtung Ziel, vor dem ich nochmal kurz vorher stürzte und recht hart auf das rechte Knie aufschlug. Der Knieschoner von Bliss verhinderte schlimmeres und ich schaffte es auch schnell wieder auf das Rad und ins Ziel. Schade, dass so eine nette Stage so enden musste.

BEC4 Ambleve 03

Nach einem kurzen Check im Auto versuchte ich dann weiter zu fahren und auch wenn die Transfers doch recht schmerzhaft waren schaffte ich es gerade noch rechtzeitig zum Start der Stage 5. Diese war sehr schnell und sprintlastig. Das klappte erstaunlich gut. Das CX- und Rennradtraining der letzten Woche scheint wohl etwas Früchte getragen zu haben. Nur auf den etwas technischeren Abschnitten fühlte ich so langsam wie mir die Kraft im Oberkörper ausging.

BEC4 Ambleve 07

Stage 6 war wieder etwas technischer. Als ich im Ziel ankam war ich kaum außer Atem, nur Schultern und Arme waren versteift. Als es dann zu Fuß zur letzten Stage hoch ging war ich recht erleichtert. Das Garmin zeigte zudem Moment schon eine Gesamtzeit von 6:30 h an. Also sogar länger als letztens bei der CET in Dabo. Meine Beine waren noch erstaunlich fit, was in Dabo noch nicht der Fall war. Ein sehr gutes Zeichen also, dass sich das Training ausgezahlt hatte. Ich freute mich sehr auf die letzte Stage, da sich trotz eines kleineren Schauers recht viele Zuschauer versammelt hatten. Auch meine Familie aus Island, die für eine Woche in Luxemburg zu Besuch war, war dabei. Das gab mir noch den letzten nötigen Motivationsschub. Abgesehen von einem blöden Fahrfehler in einem Steilstück durch, den ich die darauf folgenden Drops umfahren musste, lief alles gut.

BEC4 Ambleve 01

Nach fast sieben Stunden im Sattel war es geschafft. Vor dem Start hatte ich mir die Top 50 in einem starken Starterfeld (300 Starter) von Lokals erhofft. Am Ende sprang Platz 56 raus, und der 22. in der Elite Kategorie. Ganz ordentlich für die Umstände. Sehr zufrieden war ich mit meiner Ausdauer und den Sprints die sich seit dem letzten Rennen gut verbessert haben. Arbeiten muss ich jetzt nur noch an der Oberkörperstärke und dann steht einer guten Platzierung beim ersten Rennen der Enduro One Serie in Wipperfürth in zwei Wochen nichts mehr im Weg. Dass ich die letzte Woche meine letzte Prüfung auf der Uni geschrieben habe kommt als Motivation dann noch dazu und verschafft mir mehr Zeit zum Trainieren.

BEC4 Ambleve 03

No Comments

Leave a Comment

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.