Trek Bike Attack 2016_11

Trek Bike Attack 2016 in der Lenzerheide, SUI 2016

Am vergangenen letzten Augustwochenende fand die Trek Bike Attack in der schweizerischen Lenzerheide statt.

Nach einer langen Verletzungspause hat sich unser Teamfahrer Kova wieder zurückgemeldet und ist kurzfritig beim DH-Marathon Trek Bike Attack an den Start gegangen. Wie das Rennen aus seiner Sicht gelaufen ist beschreibt er hier:

Trek Bike Attack 2016_20

Die Trek Bike Attack

Lang ist es her, seit ich mein letztes Rennen fahren konnte. Nach einem schlechten Start in die Saison 2016 im März mit einem fünffachen Schlüsselbeinbruch und einer Trainingspause von 4,5 Monaten habe ich mich kurz entschlossen für eines meiner Lieblingsrennen angemeldeten; und das drei Tage vor dem Rennweekend. Das legendäre Massenstartrennen in der Lenzerheide in der Schweiz mit insgesamt 777 Fahrern in zwei Klassen aufgeteilt. Frauen und Männer. 16 km Downhill und 130 Hm Uphill standen auf dem Programm.

Trek Bike Attack 2016_04

Samstags ging es dann los. Morgens ab ins Auto, auf nach Sargans und von da weiter mit m Zug in die Lenzerheide. Das Wetter sollte mitspielen und so haben wir unser Fahrerlager, das schon Freitagabend stand, bei der Talstation beim Bikepark schon aufgebaut. Danke an Timo, Peppi und Christoph fürs Organisieren. So musste ich nur noch das Nötigste mitnehmen, denn mein Bike samt Ausrüstung war somit schon da. Leider kam ich etwas spät an, sodass ich keinen Testlauf machen konnte. Und das für dieses Jahr neue Mittelstück kannte von den Vorjahren nicht.

Ohne Quali

Also dann ohne Quali direkt ins Rennen starten. Zum Glück kannte ich aber 2/3 der Strecke noch vom Vorjahr. So hiess es für mich mein Arbeitsgerät fit zu machen und mir möglichst viele Infos von Fahrern geben zu lassen, die den neuen Abschnitt kannten. Mehr Singletrails und Spitzkehren sowie offene Wiesenpassagen galt es also blind zu fahren. Da ich am Sonntag aus dem letzten Sektor starten musste, war der Plan von hinten gut durch zu kommen und ohne grosse Pannen einen soliden Run hinzulegen.

Trek Bike Attack 2016_14

Sonntagmorgens hieß es dann um 6:30 Uhr aufzustehen und die Bikes in die jeweiligen Sektoren auf dem Berg zu platzieren. Was für ein Panorama auf fast 3.000 Meter über dem Meer. Danach ging ich frühstücken, um mich dann langsam aufzuwärmen, mich nochmals in Ruhe zu sammeln und dann um halb 12 wieder an den Start zu fahren. Dort angekommen wurde noch gefachsimpelt und es dann um 12:30 Uhr für die Frauen losging und der erste Startschuss viel.

Trek Bike Attack 2016_08Jetzt hiess es, sich in seinem Sektor einzufinden. Da sich schon fast 70 Fahrer und Fahrerinnen bei der Qualifikation verletzten und ausfielen, hatten wir im Sektor 9 die Möglichkeit, auf Sektor 7 aufzuschliessen. Also platzierte ich mich schön aussen, um nicht im Gedrängel zu sein. Dann viel um Punkt 13:00 Uhr der Startschuss.

#FULLGAZZ

Mein Plan war: Abwarten, bis sich das Gedrängel ein bisschen aufhebt. Also wartete ich zusammen mit Marco (mein Trainingspartner und guter Freund), sodass wir dann zügig zufahren konnten und dann auch nicht immer an Schlüsselstellen warten mussten. Dass ist uns auch sehr gut gelungen. Schon auf den ersten 1.000 Metern haben wir schon 30-40 Fahrer überholt. Und so schlängelten wir uns kontinuierlich an Fahrern vorbei bis zum ersten Singletrailabschnitt. Leider war das Glück nicht auf meiner Seite und am Ende des ersten Singletrails hatte ich mir einen Plattfuss eingefangen. Marco fuhr weiter und gab alles. Ich musste mir erst mal einen geeigneten Ort suchen um nicht im Weg zu stehen und hab in 5 Minuten den Plattfuss repariert. Also ging es dann weiter und ich versuchte einfach safe runter zu kommen. Irgendwie kam ich nicht mehr so in den Flow wie oben, aber es lief erstaunlich gut. Dafür, dass ich kein Training hatte und die Kondition durch die OP und die lange Ausfallzeit doch sehr zu wünschen übrig liess.

Trek Bike Attack 2016_05

 

Das Ende

Trek Bike Attack 2016_21Im Mittelstück, das ich nicht kannte, lief es dann doch sehr flowig und ich kam flüssig durch die neu gebaute Sektion. Doch war ich schon recht erschöpft und zwei Uphills standen noch vor mir. Den ersten hab ich noch gut hinbekommen. Oben angekommen gab es auch grad mal eine Trinkstation wo ich Wasser bekam. Dann Helm wieder aufgesetzt und dann grad rein in einen Singletrail, der nochmals viel Konzentration kostete.  Dann kam auch schon der zweite Uphill, wo mich meine Kräfte verliessen und ich den zweiten Teil schieben musste. Darauf nochmals ein paar Wiesenstücke und einen kleinen Singletrail und ich hab es geschafft. Platz 382. Ganz okay für mein erstes Rennen dieses Jahr, wenn man bedenkt, dass im Ziel von insgesamt 700 Teilnehmer nur grad 433 ins Ziel gekommen sind. Ich freue mich schon sehr auf nächstes Jahr aufs Trek Bike Attack und werde weiter fleissig trainieren, sodass ich dann wieder Gas geben kann.

Danke an Peppi und an Marco sowie an Timo für ihren Suport, die Freundschafft und die Inspiration, es durchzuziehen und immer wieder den inneren Schweinehund zu überwinden. #ridefamily

In diesem Sinne: Braaaaaaap

Mehr Bilder gibt es H I E R

No Comments

Leave a Comment

*