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WWBT #2 in Werne: 50 shades of Matsch

Zweites Januarwochenende, zweie Veranstaltung der Westfalen Winter Bike Trophy. Nach dem Auftakt in Capelle in der letzten Woche ging es dieses Mal nach Werne. Und so langsam wird das Wetter auch besser, denn es schien die Sonne und das Wasser kam nur von unten.

WWBT_LogoAlleine schon die Wettervorhersagen ließen einen wirklich schönen Tag erwarten. Gut gelaunt ging es also am frühen Morgen gegen kurz nach 8:00 Uhr von Duisburg aus auf den Weg nach Werne. An einem freien Sonntag ist das schon früh… Aber da ich um diese Zeit noch nicht wirklich Lust hatte was zu essen gab es für die Fahrt den obligatorischen Kaffee und dazu noch einen frischen grünen Smoothie. Wer sowas noch nicht ausprobiert hat, dem sei es dringend angeraten. Ich war da auch anfangs skeptisch, aber ich liebe die Teile jetzt so richtig. Aber zurück zum Radfahren.

1937125_981911631874682_5196827900147667480_nWie die letzten Jahre auch war der Start- und Zielbereich im Anne-Frank-Gymnasium, jedoch dieses Mal in der Mensa. Das hatte den Vorteil, dass sich alles etwas entzerrte, war es doch in den letzten Jahren immer ein wenig eng und wuselig. Da ich gegen 9:40 Uhr an der Schule ankam, nachdem ich ein paar Meter vom meinem Parkplatz zur Mensa gelaufen bin, dachte ich, dass es ja mit dem QR-Code von scan&bike wieder schön schnell gehen müsste. Schließlich wollen ja alle pünktlich um 10:00 Uhr starten. Aber dem war nicht so. Bzw. es war nur so halb richtig, denn draußen warteten immer mehr Radfahrer, dass sie losfahren konnten, aber in der Mensa waren es nicht viel weniger, die sich noch anmelden wollten. Also hieß es für mich eben auch anstellen und warten. Nach gefühlten gut 20 min. war ich dann auch dran. Das aller erste Mal hatte ich ein kurzes gespräch, ob die DIMB – die Deutsche Initiative Mountain Bike – auch als Verein dem BDR angeschlossen sei. Die beiden, die die Anmeldung bei mir durchgeführt haben, kannte sie eben nicht. Aber nun gut… man kann auch nicht alles kennen und ganz entspannt haben wir das dann auch gelöst. Insgesamt machte die Anmeldung einen sehr entspannten Eindruck; alles lief ohne große Hektik ab.

12509709_981911608541351_2484193990271299822_nNun hieß es umziehen, Wasserflasche aufüllen und los. Als das Wasser in die Flasche lief kam mir der Gedanke, dass es vielleicht eine gar nicht mal so dumme Idee wäre, wenn ich das stille Örtchen nochmal aufsuchen würde. Das Dumme war in dem Moment nur, dass ich in voller Radfahrermontur da stand, was bei den doch recht frischen Temperaturen das eine oder andere Teil mehr bedeutet und so war es die erste anspruchsvolle Herausforderung mich auszupellen, bevor ich für kleine Radfahrer durfte. Aber dann ging es nun wirklich auf die Strecke, was bei dem herrlichen Sonnenschein eine Menge Spaß versprach.

12439496_981911301874715_6871190042616226287_nDas jeder die Definition von Spaß etwas anders auslegt war schon nach ein paar Kilometern festzustellen. Denn auch wenn es von oben die ganze Zeit trocken war, so sollte das nicht zwingend auch für den Boden gelten. Und so kam auch schon recht schnell ein Teilstück der Strecke, bei dem den Querfeldeinradfahrern wohl sofort das Pipi in die Augen geschossen wäre: Auf einem gefühlten Kilometer gab es auf kompletter Wegesbreite eine fast knöcheltiefe Matschepampe, die durch die ganzen Biker vorher natürlich ordentlich gelitten hatte. Also einen kleinen Gang rein und locker aus der Hüfte treten. Als diese Passage geschafft war gab es eine wichtige Entscheidung zu treffen, denn es kam die erste Wegteilung. Geradeaus auf der Straße weiter oder linke durchs Gelände. Als Mountainbiker lässt man sich da ja nicht lumpen und biegt ab. Was dann folgte war die längste und schönste Schlammschlacht, die ich seit langem mitgemacht habe. Auf einem richtig schön ausgefahrenem Feldweg reihte sich quasi Pfütze an Schlammloch und so gab es quasi eine Schlammpackung nach der anderen frei Haus. Aber mit wassersichten Socken und dicken Winterhandschuhen war das tatsächlich eine spaßige Angelegenheit, vor allem, wenn das Wasser ab und an mal über felgentief war. Solch ein Teilstück sollte auf der 54 km-Runde noch einmal kommen, was dann aber auch schon die Highlights der Tour waren.

10410727_981911461874699_2947727030954595300_nDenn sonst ging es recht viel über asphaltierte und Waldwege, was jetzt nicht grade zu den fahrtechnisch anspruchsvollsten Strecken zählt. Was aber nicht heißen soll, dass es nicht doch fordernd war. Denn wenn man keine Berge hat, dann sorgt man mit der Umgebung für ordentliche Reize. Und so war neben den Schlammstrecken auch der Wind eine nicht ganz zu vernachlässigende Größe, denn grade, wenn er von (schräg) vorne kam hieß es ordentlich strampeln, da die vielen freien Felder keinen all zu großen Schutz boten. Aber auch das macht die Winter Bike Trophy aus.

1891001_981911525208026_1720269925124786022_nGut organisiert waren auch die Kontroll- und Verpflegungsstellen, wobei es in Werne eine Station gibt, die man zweimal anfährt. Aber umso mehr freut man sich, wenn man diese erreicht hat. Denn es gibt wie immer das Gleiche. Aber in diesem Fall ist das sehr positiv gemeint: Warmen Zitronentee und warme Brühe sowie Schnittchen mit Marmelade, Frischkäse und dem obligatorischen Zwiebelschmalz sowie Kuchen und Süßkram. Und von allem war ausreichend vorhanden, sodass wirklich jeder Fahrer sich stärken konnte und die dann für ihn sinnvolle Strecke gut gestärkt bewältigen konnte.

12523195_981911488541363_9216707151589697043_nEin Novum gab es bei dieser Veranstaltung auch: Denn neben den ausgeschilderten Strecken über 32 km, 52 km und 63 km gab es auch noch eine 85 km lange GPS-Tour. Somit war für jeden Radfahrerdas passende dabei. Wobei nicht nur Leute Auf Mountainbikes, CX-Bikes und Trekkingrädern an den Start gingen. Wie bei eigentlich fast allen Veranstaltungen gibt es auch einige Starter, die mit einem Tretroller die Strecke bewältigen.

Alles in Allem war es eine rindum gelungene Vernastaltung, bei der 815 Teilnehmer an den Start gingen. Ein dickes Lob gebührt den ganzen freiwilligen Helfern, die mit viel Spaß und Freude tätig waren. So hat es auf mich jedenfalls gewirkt. Und richtig toll war neben der Dusche für mich auch die Dusche für mein Bike. Denn quasi im Akkordtempo haben jeweils 2 Leute mit Hochdruckreinigern die Räder vom ganzen Schlamm und Dreck befreit. Hierfür auch noch einmal: Vielen vielen Dank!

Wir sehen uns ganz sicher auch im nächsten Jahr wieder in Werne!

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